Grippeimpfung

„Hatschi“ – und schon ist es passiert! Ihr Gegenüber hat geniest und wie mit einer Sprühflasche die Grippeviren um sich herum verteilt. Sie atmen die Übeltäter ein und müssen wenige Tage später richtig leiden, denn eine Grippe ist keineswegs harmlos.

Eine Grippe ist eine ernst­hafte Erkrankung, die älte­ren Menschen oder Men­schen mit schweren Erkran­kungen sehr gefährlich wer­den kann. Deshalb sollte dieser Personenkreis sich möglichst impfen lassen.

Betroffen sind alle, die zum Beispiel unter folgenden Er­kran­kungen leiden:

  • Herzkrankheiten, vor al­lem Mitralstenose und Herzinsuffizienz,
  • Asthma, chronische Bron­chitis, Auss­ackungen der Bron­­chien sowie Lungen­blähung,
  • chronische Nierenkrank­heiten,
  • Diabetes mellitus und andere Stoffwechsel­krank­heiten,
  • chronische Anämien,
  • angeborene oder erwor­bene Immundefekte einschließlich bestimm­ter Neubildungen.

Vorsicht geboten ist zudem bei Patienten, die eine immunsuppressive (das Im­mun­system unterdrückende) Therapie erhalten. Auch Menschen, die durch ihren Beruf viel mit anderen Menschen zusammen­kommen, sind Kandidaten für eine Impfung.

Im September und Oktober ist Grippeschutzimp­fungs­zeit. Schließlich wollen Sie gewappnet sein, bevor die Influenza-Saison startet.

In den meisten Fällen vertragen die Patienten die Schutzimpfung recht gut. An der Injektionsstelle werden Sie jedoch möglicherweise leichte Rötungen, Schwel­lungen oder Verhärtungen beobachten. Das ist aber nicht schlimm und ver­schwindet im Allgemei­nen rasch.

In manchen Fällen kann es auch zu allgemeine Reak­tionen wie Müdigkeit, Frös­teln, Unwohlsein, Schweiß­aus­bruch, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen oder Erhöhung der Körpertem­peratur kommen. Diese Symptome verschwinden gewöhnlich aber nach etwa zwei Tagen. Sehr selten treten eine Konjunktivitis (Bindehautentzündung des Auges) oder Atembe­schwerden auf.

Personen, die gegen Hüh­nereiweiß allergisch sind, dürfen sich allerdings nicht impfen lassen. Bei der Herstellung des Impfstoffs werden als Ausgangsstoff befruchtete Hühnereier ver­wen­det, was bei ihnen schwere allergische Reak­tionen auslösen kann.

In der Zeit direkt nach der Impfung ist eine gewisse Vorsicht angebracht, denn die Impfung kann Ihr Immunsystem vorüber­gehend schwächen. Meiden Sie also lieber mögliche Infektionsquellen und ernäh­ren Sie sich so ausgewogen wie vitaminreich, damit Sie nicht gleich „auf der Nase liegen“.

Die Grippeschutzimpfung schützt Sie nämlich nicht vor Erkältungen und grippalen Infekten, die von anderen Erregern verursacht werden.

Zirka zwei Wochen nach der Impfung beginnt der Impfschutz und er hält während der gesamten Grippesaison an – leider nicht darüber hinaus.

Grippeviren sind sehr innovativ veranlagt. Sie verändern Jahr für Jahr ihr „Outfit“, sodass sich das Immunsystem jedes Mal wieder mit der jeweils neuen Variante auseinandersetzen muss. Demzufolge sind die Experten dazu gezwungen, ebenfalls jedes Jahr einen neuen Impfstoff zu entwickeln.

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